DMSV3 Wiegeverstärker
Montage-, Anschluß- und Abgleichanleitung
ACHTUNG: wichtige Änderungen unter dem Bestückungsplan.!


Ein Wiegeverstärker dient dazu, Wägezellen oder Druckmeßzellen mit einer hochstabilen Referenzspannung zu versorgen und ihr kleines Meßsignal (wenige Millivolt) auf ein brauchbares Niveau (4-20mA Stromschleife) hochzuverstärken. Der DMSV3 Wiegeverstärker ist für den rauhen Industriebetrieb gebaut, sehr stabil und robust. A strain gauge amplifier is dedicated to supply strain gauge weighing cells or pressure transducers with a highly stable reference voltage and to amplify the small signal of the resistor bridge (few millivolts) to a suitable level (4-20mA industrial current loop). The DMSV3 amplifier is made for rigid industrial applications with high stability-
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Montage

DMSV3 im Alugeh�useliegend oder aufrecht. Wenn möglich, sollten die PG-Verschraubungen nach unten gerichtet sein um das Eindringen von Wasser entlang den Kabeln zu verhindern.

Montage an vibrierenden Maschinenteilen vermeiden, besser an eine Mauer dübeln (2 Schrauben).

Starke Wärme- oder Kälteeinflüsse vermeiden, keine Sonnenbestrahlung, womöglich gar durch Fenster. Abschirmung von heißen Maschinenteilen.

Ausbau des Wiegeverstärkers aus dem Alu-Gehäuse (sofern notwendig):
Bitte bauen Sie den Wiegeverstärker nur mitsamt dem Tragblech aus dem Alu-Druckgußgehäuse aus (2 Schrauben). Das Tragblech dient als Kühlkörper für den Referenzspannungs - Stabilisator - IC und ist mit einem Glimmerplättchen mit Wärmeleitpaste montiert.

Das Alu-Druckgußgehäuse des DMSV3 - Wiegeverstärkers hat die Abmessungen 125 x 85 mm, auf Wunsch kann der Verstärker in ein größeres Gehäuse eingebaut werden. Es gibt auch eine Version DMSV2 für Schalttafeleinbau 96 x 48mm (Kunststoffgehäuse). Auch für das Alu-Gehäuse gibt es die Option einer abgesetzten Anzeige.

Anschlüsse

Die PG-Verschraubungen sind KEINE Zugentlastung. Abtropfbogen verlegen.

Beachten Sie, daß gespannte Kabel eine Kraft ausüben können, die das Wiegeergebnis verfälscht.

Stromversorgung 24V= und Signalausgang 4-20mA

3-adriges Kabel, Abschirmung kann notwendig sein, aber besser ist eine Verlegung in großer Entfernung von Starkstromleitungen. Querschnitt nur bei großen Leitungslängen über 100m kritisch. 20W pro Ader sollten nicht überschritten werden. 56m = 1W bei 1mm2
Die Betriebsspannung darf zwischen ca. 20V und 28V liegen, aber sie muß unter 0,5V Brummspannung aufweisen.
Die grüne LED ist die Betriebsspannungs - Anzeige. Sie ist an den Referenzspannungs - Stabilisator angeschlossen.

Anschluß der Meßdose

4-Draht - Anschluß + Abschirmung. DMSV3 ist vorgesehen für die Montage nahe der Meßdose, daher ist kein 6-Draht Anschluß notwendig. Wenn die Dose 6 Anschlüsse hat, dann schalten Sie die Versorgungsadern paarweise einfach parallel, das verringert den Leitungswiderstand auf die Hälfte.

WICHTIG

Keiner der Meßdosen - Anschlüsse darf mit irgendeinem fremden Potential verbunden werden! Es ist sehr leicht möglich, daß dabei der Meßverstärker oder die Meßdose zerstört wird. Verlegen Sie die Leitungen so, daß unter keinen Umständen die Isolierung durchgescheuert werden kann!

BITTE drücken Sie nicht mit brachialer Gewalt auf die Schraubklemmen.

Unterste Klemme = Schirm. Der Schirm-Anschluß darf nicht geerdet oder mit sonst einem Potential verbunden werden. V- und V+ = Referenzspannung. DMSV3 liefert an diesen Klemmen eine hochstabile Referenzspannung mit ca. 10V. Die Spannung kann zwischen 9,2 und 10,8V liegen,  sie ist sehr stabil.

IN+ und IN- = Verstärker-Eingang. Diese beiden Klemmen sind die Eingänge des Differenzverstärkers. Die Meßspannung liegt bei ca. 3mV bis 20mV je nach Nutzung des Wägebereichs der Zelle(n). Es kann notwendig sein, die beiden Anschlüsse zu vertauschen, wenn die Kraftmeßdose �falsch� herum eingebaut ist. Das kann bei Biegedosen vorkommen.

Bis 3 Meßdosen:
Die Meßdosen sind bei den V+ V- und Schirm-Klemmen parallel geschaltet. Die IN- und IN+ - Eingänge haben eigene Entkoppelwiderstände. Die Anschlußvorschriften sind mit 3 Dosen die gleichen wie für 1 Dose.

Mehr als 3 Meßdosen:
In diesem Fall müssen alle Meßdosen an die selbe Klemmenreihe angeschlossen werden, es ist eventuell eine zusätzliche, externe Klemmdose notwendig.

DIE VERBINDUNGEN DÜRFEN SIE NUR IM STROMLOSEN ZUSTAND HERSTELLEN ODER TRENNEN!

Best�ckungsplan
Schirm NICHT anklemmen, wenn er in der Messdose mit dem Gehäuse verbunden ist!!!

Änderung: neue DMSV3a mit anderem OV1



Der Abgleich des DMSV3 - Wiegeverstärkers ist sehr einfach und geradlinig. Sie müssen dazu die Waage einmal leer abgleichen (Tara) und einmal mit ihrem Nenngewicht belastet. Die beiden Punkte beeinflussen sich nicht gegenseitig.
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Abgleich

Dazu brauchen Sie ein möglichst hoch-ohmiges Voltmeter, vorteilhaft wäre ein Digitalvoltmeter DVM. Die Genauigkeitsanforderung ist nicht hoch.

1. DVM an Testpunkte BIAS (+ des Instrumentes) und MW (- des Instrumentes) anschließen. BIAS ist gleich neben der grünen LED, MW ist schräg darüber.

 Auf 2V= Bereich schalten.

MW ist ein interner Meßpunkt, der im Meßbereich der Waage zwischen 0 und -2V gegenüber BIAS aufweist. Bei leerer Waage muß MW gegenüber BIAS 0V zeigen, bei Endausschlag 2V.

Da Sie den +Pol des Instrumentes an BIAS und den -Pol an MW angeschlossen haben, wird das Instrument bei steigendem Gewicht eine + Spannung zeigen.  Die beiden Meßpunkte dürfen NIE mit einem anderen Potential in Verbindung kommen, das würde den DMSV3 - Verstärker sofort zerstören! Achten Sie bitte auf die Meßstrippen!

2. Waage leer.

3. Betriebsspannung einschalten. 4-20mA - Ausgang entweder an Ihre Schaltung (Computer- A/D-Wandler mit Bürde usw.) anschließen oder gegen Masse (0V der Betriebsspannung) kurzschließen.

4. Wenn die Spannung am MW im Bereich +-2V ist, dann drücken Sie probeweise auf die Waage und prüfen so, ob die Spannung an MW negativer wird. Wenn nicht, dann müssen Sie die IN+ und IN- Anschlüsse vertauschen. Möglicherweise sehen Sie auch, daß bei Gewichtszunahme die rote LED heller wird.

5. Tara - Einstellung

Brücken  P1 -- P5   und   P3 -- P4    Tara - Grundwert grob
 P6 -- P2   macht die gesamte Tara - Einstellung feiner
 P16 -- P17 macht den Tara - Trimmer grob. Nützlich für ersten Versuch.

 Mit den Brücken und mit dem Tara - Trimmer müssen Sie so lange tarieren, bis das DVM genau 0 zeigt. Es führen verschieden Brückenkombinationen zum Ziel, die beste ist die, bei der der Trimmer möglichst fein wirkt. An dieser Stelle können Sie den 4-20mA - Ausgang überprüfen, er sollte ca. 4mA liefern (3,2 bis 4,8 mA).

6. Waage mit Nennlast belegen.

7. Verstärkungs - Einstellung
 NUR dann erfolgreich, wenn vorher die Tara wie unter 5. beschrieben, genau eingestellt worden ist.

 Mit den Brücken
 P7 -- P8   grob
 P9 -- P18 mittel
 P19 -- P10 fein die Anzeige auf ca. 2V einstellen.
 Mit dem Trimmer fein abgleichen auf genau 2,00V
 Hier sollte der 4-20mA - Ausgang ca. 20mA liefern.

Damit ist der Verstärker DMSV3 abgeglichen. Die genaue Eichung der Waage geschieht am Auswertegerät mit Eichparametern.
Beachten: Das DVM an MW - BIAS mag den Verstärkungsfaktor geringfügig verfälscht haben. Wenn Sie das Meßinstrument abklemmen, kann der Signalausgang geringfügig (mA) ansteigen. Das DVM hat aber keinen Einfluß auf die Tarierung.

Messung des 4-20mA - Ausganges

Den 4-20mA - Ausgang können Sie unterbrechungsfrei mit einem Milliamperemeter messen, an den Testpunkten TP1 und TP2 neben der roten LED. Das Milliampermeter darf bis zu 0,2V Spannungsabfall haben.

Erläuterung: Der Ausgangsstrom fließt über die rote LED und über eine weitere Diode nach außen. Vor und hinter dieser Diode können Sie an TP1 und TP2 ein mA-Meter anschließen. Diese Diode dient im Betrieb als Schutzdiode gegen Fremdspannung von außen, zB. bei stromlosem DMSV3 -Verstärker. Solange das mA-Meter die Diode überbrückt, ist der Ausgang nicht gegen Fremdspannung geschützt.

Wichtig

Wenn Sie den Null-Abgleich am 4-20mA - Ausgang auf  4mA einstellen statt auf 0V am MW-Meßpunkt, dann wird sich der Nullpunkt nach der Verstärkungseinstellung verschoben haben! Das ist keine empfehlenswerte Methode. Wenn Sie aber den Verstärkungsfaktor schon korrekt abgeglichen haben, dann dürfen Sie die Tara - Einstellung in Grenzen ein wenig nachziehen, zB. um bei leerer Waage genau 4mA zu erhalten, wenn sich das der nachfolgende Computer so einbildet.
 

DVM Abgleich

Falls an den Wiegeverstärker ein Digitalvoltmeter angeschlossen ist, stellen Sie den Trimmer so ein, daß bei voller Waage (-2V an MW) das Nenngewicht angezeigt wird. Der Dezimalpunkt ist am DVM mit Brücken (Lötzinn?) einstellbar.
 

Abgleich der Leer- und Voll - Relais

Mit dieser Option können Sie die Schaltpunkte der Relais nach Bedarf einstellen. Das VOLL - Relais kann seinen Schaltpunkt auch von einem Fernpotentiometer bekommen (an den 3 Stiften P11 P12 P13), der VOLL - Trimmer bestimmt dann den Stellbereich des Potentiometers.

Die beiden Relais werden in der Nähe ihrer Schaltpunkte möglicherweise ein wenig ein- / ausschalten, das hängt mit der dynamischen Hysterese zusammen. Aber sie werden nicht prasseln, auch wenn das Meßsignal einen leichten Brumm aufweist.
 

Tiefpaß (Dämpfung) LoPS

Mit der Brücke TP5 -- TP20 können Sie die Waage dämpfen. Bei Dosierwaagen wird diese Dämpfung aber möglicherweise zu Genauigkeitsproblemen führen.



Farben der Meßdosen - Anschlüsse   (HBM-Dosen, unverbindlich)
Schirm ...... gelb NEU: NICHT MEHR ANKLEMMEN!!! IST JETZT MIT DEM DOSENGEHÄUSE VERBUNDEN.
-V +V ....... schwarz + blau
-IN +IN ..... weiß + rot


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